Prävention, die stärkt

„Gute Prävention ist immer Ermutigung zum Leben. Sie macht nicht Angst davor, auch nicht vor einzelnen Aspekten und Ereignissen, sondern sie vermittelt Sicherheit in möglichen Gefahren.“ (Urs Hofmann)

Besonders im Bereich der Jugendarbeit ist es uns ein großes Anliegen, Fragen und Mythen zum Thema Sexualität Raum zu geben. Die Jugendlichen brauchen kompetente Begleiter, um ihr Wissen über den eigenen Körper und seine Funktionen erweitern zu können und um sich mit den eigenen Bedürfnissen sowie Fragen zum Thema Beziehung, erste Liebe,… auseinander setzen zu können. Wir möchten ihnen vermitteln: Ich darf darüber reden, ich darf Fragen stellen! Sexualpädagogik ist ein wesentlicher Teil der Prävention vor sexueller Gewalt und wir freuen uns sehr, in diesem Bereich neue Angebote setzen zu können.

Sexuelle Gewalt wird zunehmend auch in der Öffentlichkeit thematisiert, was ein wesentlicher Beitrag zur Prävention ist. Leider stehen dabei sehr häufig angstmachende Zugänge im Vordergrund. Angst macht handlungsunfähig.

Unsere positive Grundhaltung in der Präventionsarbeit soll allen Beteiligten Mut machen, soll stärken, Wissen vermitteln und somit die Handlungsfähigkeit erhöhen.

Presse

„Jedem sein Gartenzaun“ steht als Download zur Verfügung.


Präventive Botschaften

Sollten Kindern in altersgemässer Form in Elternhaus, Kindergarten und Schule immer wieder vermittelt werden:

  • Deine Gefühle sind wichtig
    Es gibt angenehme Gefühle, da fühlst du dich wohl. Unangenehme und seltsame Gefühle sagen dir, dass etwas nicht stimmt. Nur du kannst spüren, was für dich angenehm oder unangenehm ist. Dein Bauchgefühl ist richtig und wichtig.
  • Über Deinen Körper bestimmst Du allein
    Du bist wichtig und du hast das Recht zu bestimmen, wie, wann, wo und von wem du berührt werden möchtest.
  • Es gibt angenehme und unangenehme Berührungen
    Es gibt Berührungen, die sich toll anfühlen und richtig glücklich machen. Es gibt aber auch solche, die seltsam sind, Angst auslösen oder sogar wehtun.
  • Du hast das Recht, NEIN zu sagen
    Wenn dir etwas unangenehm ist, darfst du nein sagen.
  • Es gibt gute und schlechte Geheimnisse
    Es gibt gute, leichte Geheimnisse, die Freude machen und spannend sind. Schlechte, schwere Geheimnisse fühlen sich schwer und unheimlich an. Solche Geheimnisse, die dir ein unangenehmes Gefühl geben, sollst du weitersagen, auch wenn du versprochen hast, es nicht zu tun.
  • Sprich darüber und suche Hilfe
    Wenn dich ein schweres Geheimnis oder Problem belastet, darfst du es erzählen. Höre nicht auf darüber zu reden, bis dir geholfen wird. Lass uns eine Liste von Menschen machen, mit denen du über „schwierige“ Dinge reden kannst.
  • Du bist nicht schuld
    Schuld ist die Person, die etwas tut, was nicht in Ordnung ist. Auch dann, wenn du dich nicht wehren kannst.
  • Du darfst über Sexualität sprechen
    Wenn du Fragen zum Thema Sexualität hast, darfst du diese stellen.

Hier finden Sie die präventiven Botschaften in:

 

 

 

 

Unser Präventionsteam